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istumsleitung stellt erste Einschätzungen und Perspektiven zum Abschlussbericht vor
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Konsequent und offen: Aufarbeitung im Bistum Fulda geht weiter

Bistumsleitung stellt erste Einschätzungen und Perspektiven zum Abschlussbericht vor

Bistumsleitung stellt erste Einschätzungen und Perspektiven zum Abschlussbericht vor Die Leitung des Bistums Fulda setzt den Weg der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt konsequent und transparent fort: Nach der Veröffentlichung des Abschlussberichts der Unabhängigen Kommission in der vergangenen Woche geben Bischof Dr. Michael Gerber, Personalchefin Beate Lopatta-Lazar und Generalvikar Dr. Martin Stanke noch vor der Sommerpause erste Einschätzungen, benennen Perspektiven und skizzieren nächste Schritte – transparent, verantwortungsvoll und im Dialog.

Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt ist ein langfristiger und verbindlicher Prozess im Bistum Fulda. Seit Jahren werden Strukturen verändert, Prävention gestärkt und Hinweise konsequent verfolgt. Mit der Veröffentlichung des Abschlussberichts der Unabhängigen Kommission am Dienstag vergangener Woche (17. Juni) liegt nun ein zentrales Dokument vor, das systemische Schwächen benennt und konkrete Empfehlungen formuliert. Die Bistumsleitung hat sich intensiv mit dem Bericht befasst und gibt nun erste Einschätzungen, benennt Perspektiven und skizziert nächste Schritte.


Das Pressegespräch dazu findet am Donnerstag (26. Juni 2025) um 11:00 Uhr statt und wird live auf der Website sowie dem YouTube-Kanal des Bistums übertragen. Bischof Dr. Michael Gerber, die Fachbereichsleiterin Personal Beate Lopatta-Lazar und Generalvikar Dr. Martin Stanke greifen dabei zentrale Befunde auf, erläutern den weiteren Umgang mit den Empfehlungen und gehen anschließend im Dialog auf die Fragen der Medienvertreterinnen und -vertreter ein.

 

Bitte um Entschuldigung

Bereits am Tag der Vorstellung des Berichtes hatte Bischof Gerber eine ausdrückliche Bitte um Entschuldigung ausgesprochen – „vor allem bei den Betroffenen, aber auch bei allen, die ihr Vertrauen in das Bistum verloren haben“. Er betonte zugleich: „Ich verstehe und akzeptiere, dass eine Bitte um Entschuldigung allein nicht genügt.“


Das nun anstehende Pressegespräch noch vor der Sommerpause sei ebenso wie die geplanten Gespräche mit der Kommission über deren Empfehlungen weitere wichtige Schritte auf dem Weg, Verantwortung zu übernehmen, Konsequenzen zu ziehen und konkrete Veränderungen einzuleiten.

 

Systemisches Versagen

Der Abschlussbericht dokumentiert Fälle sexualisierter Gewalt im Bistum Fulda seit 1945. Die Kommission benennt strukturelle Versäumnisse, unzureichende Reaktionen kirchlicher Verantwortungsträger und fortbestehende Risiken. Sie spricht Empfehlungen aus, etwa zur Stärkung von Leitungsstrukturen, zur Erinnerungskultur und zur Weiterentwicklung der Priesterausbildung.


Die Unabhängige Kommission wurde 2021 eingesetzt und arbeitete völlig unabhängig von der Bistumsleitung. Sie folgte bundesweit einheitlichen und verbindlichen Standards, wie sie von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) entwickelt wurden. Die Kommission war multiprofessionell besetzt und wurde von Gerhard Möller, dem früheren Oberbürgermeister von Fulda, geleitet.


Zwei zentrale Schwerpunkte prägten ihre Arbeit: der Arbeitskreis „Betroffene hören“ mit vertraulichen Gesprächen außerhalb kirchlicher Räume sowie der Arbeitskreis „Akteneinsicht“, der mehr als 800 Personalakten systematisch auswertete. Unterstützt wurde die Kommission von externen Fachleuten, darunter pensionierte Kriminalbeamte. Der Abschlussbericht ist auf der Website der Kommission abrufbar.

 

Aufarbeitung als Verpflichtung – Prävention als Prinzip

Die Bistumsleitung sieht in der Aufarbeitung keinen Abschluss, sondern eine dauerhafte Verpflichtung. Im Zentrum steht die Perspektive der Betroffenen. Prävention ist kein Projekt, sondern Prinzip – mit verpflichtenden Schulungen, einer unabhängigen Interventionsstelle, neuen Leitungsstrukturen und einer gelebten Erinnerungskultur. Ziel ist es, aus der Vergangenheit zu lernen, um die Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten.


Dazu betonte Bischof Gerber bereits mehrfach, dass die Aufarbeitung nicht aus äußerem Druck, sondern aus eigener Überzeugung und Verantwortung geschehe. Sie sei Ausdruck eines kirchlichen Selbstverständnisses, das sich dem Schutz der Schwächsten verpflichtet weiß – dauerhaft, ernsthaft und entschlossen.

 

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Aufarbeitung im Bistum Fulda sowie den Live-Stream des Pressegespräches am Donnerstag (26.06.2025) ab 11 Uhr finden Sie im Internet unter: www.bistum-fulda.de


Den Abschlussbericht und weitere Infos der Unabhängigen Kommission finden Sie im Internet unter: www.nurmitmut.de

 

Aufarbeitung, Intervention und Prävention im Bistum Fulda


Rund um die Veröffentlichung des Abschlussberichts hat das Bistum Fulda eine Hotline eingerichtet. Sie ist vom Dienstag, 17. Juni bis einschließlich Mittwoch, 2. Juli 2025 montags bis donnerstags von 8:00 bis 16:00 Uhr sowie freitags von 8:00 bis 12:00 Uhr erreichbar. An Wochenenden und Feiertagen ist die Hotline nicht besetzt. Die Nummer lautet: 0661 / 87-888.


Darüber hinaus stehen weitere Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung:


· E-Mail:hinsehen-handeln@bistum-fulda.de

· Weitere Informationen: www.hinsehen-handeln-bistum-fulda.de

· Informationen zur Unabhängigen Kommission: www.nur-mit-mut.de


Im Bistum Fulda gibt es eine unabhängige Ansprechperson, die in keinem Dienstverhältnis zur Diözese steht. Zudem ist eine Interventionsbeauftragte benannt, die Hinweise entgegennimmt und Verfahren koordiniert. Präventionsbeauftragte entwickeln Schutzkonzepte und führen Schulungen durch.

 

25.06.2025


Pressestelle Bistum Fulda
36001 Fulda / Postfach 11 53
Telefon: 0661 / 87-355 / Telefax: 87-568

 

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